PRP-Behandlung für die Haare in Berlin
Körpereigene Wachstumsfaktoren zur Unterstützung der Haarwurzeln. Die Behandlung der Kopfhaut ist der Schwerpunkt unserer Praxis am Kurfürstendamm.
Dünner werdendes Haar betrifft Männer wie Frauen, und es betrifft sie oft früher, als ihnen lieb ist. PRP setzt dort an, wo noch aktive Haarwurzeln vorhanden sind, und nutzt die Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut, um diese Wurzeln zu unterstützen.
Wie PRP an der Haarwurzel wirken soll
Jedes Haar wächst aus einem Follikel, der über feine Blutgefäße versorgt wird. Bei der PRP-Behandlung wird das aufbereitete Plasma gezielt in die Kopfhaut eingebracht, dorthin, wo die Follikel sitzen. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen die Durchblutung anregen und die Versorgung der Haarwurzeln unterstützen. Voraussetzung ist, dass die Follikel noch aktiv sind.
Im Blutplasma steckt ein ganzes Bündel solcher Botenstoffe. In der Fachliteratur werden dabei unter anderem der plättchenbezogene Wachstumsfaktor (PDGF), der transformierende Wachstumsfaktor (TGF) und der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) beschrieben. VEGF wird eine wichtige Rolle bei der Gefäßneubildung rund um die Haarwurzel zugeschrieben, also der Durchblutung in der aktiven Wachstumsphase. Für die Zellen der Haarpapille, der Steuerzentrale am Grund des Follikels, ist in Untersuchungen ein anregender Effekt beschrieben worden. Diskutiert werden zudem ein schnellerer Übergang von der Ruhephase in die Wachstumsphase sowie eine Verdickung bereits vorhandener Haarschäfte.
Medikamente stoppen, PRP baut auf
Medikamente und regenerative Therapie sind keine Gegenspieler, sie arbeiten auf verschiedenen Ebenen. Finasterid und Dutasterid stoppen den erblich bedingten Haarausfall zuverlässig, neues Wachstum stoßen sie nicht an. Genau das ist die Aufgabe von PRP: die noch vorhandenen Haarwurzeln wieder in die Wachstumsphase zu bringen. Deshalb ist PRP die natürliche Antwort auf Haarausfall — sie arbeitet ausschließlich mit körpereigenen Bestandteilen. Und weil dabei nichts Körperfremdes zum Einsatz kommt, ist die Behandlung quasi frei von Nebenwirkungen; eine Reaktion an der Einstichstelle bleibt möglich, wie bei jeder Injektion.
Wer keine Medikamente nehmen will oder darf, wird allein mit PRP behandelt. Wer sie nimmt, kommt in der Regel mit größeren Abständen zwischen den Sitzungen aus, weil der Ausfall medikamentös gebremst ist. Beide Wege sind gangbar; welcher zu Ihnen passt, klären wir im Beratungsgespräch.
| Merkmal | Finasterid, Dutasterid | Minoxidil | PRP |
|---|---|---|---|
| Aufgabe | stoppt den Haarausfall | fördert Durchblutung und Wachstum | fördert das Wachstum, reaktiviert ruhende Follikel |
| Wirkt bei | erblich bedingtem Haarausfall | erblich bedingtem Haarausfall | allen Formen, solange Haarwurzeln vorhanden sind |
| Anwendung | dauerhaft, täglich | dauerhaft, täglich | Sitzungen, danach Erhaltung |
| Körpereigen | nein | nein | ja, ausschließlich |
Wer seit Jahren Minoxidil anwendet, sollte es nicht ohne Rücksprache absetzen. Welche Reaktionen nach einer Sitzung auftreten können, steht unter Risiken und Grenzen.
Für Männer und Frauen
Die häufigste Form des Haarausfalls ist erblich bedingt. Bei Männern zeigt sie sich oft an Geheimratsecken und Tonsur, bei Frauen eher als allgemeine Ausdünnung im Scheitelbereich. PRP kann bei beiden Mustern in Betracht kommen, solange noch regenerationsfähige Haarwurzeln vorhanden sind. Daneben gibt es Formen des diffusen Haarausfalls, bei denen ebenfalls eine Unterstützung sinnvoll sein kann.
Was die Forschung zeigt
PRP bei erblich bedingtem Haarausfall ist Gegenstand zahlreicher Studien. Übersichtsarbeiten der jüngeren Zeit deuten darauf hin, dass PRP die Haardichte unterstützen kann, weisen aber zugleich auf die uneinheitliche Studienqualität und die unterschiedlichen Aufbereitungsverfahren hin. Eine pauschale Erfolgsgarantie lässt sich daraus nicht ableiten, wohl aber die Einordnung als ernstzunehmende Behandlungsoption für geeignete Fälle.
Interessant ist der Blick auf die Kombination mit etablierten Mitteln. In mehreren Untersuchungen wurde PRP zusätzlich zu einer bestehenden Therapie mit Minoxidil oder Finasterid gegeben. Dort zeigten sich gegenüber dem Ausgangswert Verbesserungen bei Haaranzahl, Haardichte und dem Anteil der Haare in der Wachstumsphase. PRP versteht sich in solchen Konzepten also weniger als Ersatz, sondern als ein Baustein, der bestehende Maßnahmen ergänzen kann. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, ordnen wir gemeinsam ein.
Das Haar wächst aktiv, oft über mehrere Jahre.
Das Wachstum endet, der Follikel zieht sich zurück.
Das Haar ruht und fällt aus, ein neues bildet sich.
PRP zielt darauf ab, die Wachstumsphase zu unterstützen. Weil der Zyklus Zeit braucht, zeigen sich Ergebnisse erst nach Monaten.
Der Haarzyklus erklärt auch, warum Geduld nötig ist. Die Wachstumsphase (Anagen) dauert je nach Mensch etwa zwei bis sieben Jahre, die kurze Übergangsphase (Katagen) zwei bis drei Wochen, die Ruhephase (Telogen) rund drei Monate. Eine Behandlung kann diesen Rhythmus nicht überspringen, sondern nur unterstützen. Deshalb entfaltet sich ein Ergebnis über mehrere Zyklen hinweg und nicht von einer Woche auf die andere.
Ablauf bei uns
- Ausführliche Beratung und Untersuchung der Kopfhaut
- Blutentnahme und Aufbereitung des Plasmas nach Azar-Protokoll
- Gezielte Einbringung in die betroffenen Areale der Kopfhaut
- Ein Termin dauert in der Regel etwa 45 bis 60 Minuten, danach sind Sie sofort alltagstauglich
Der Behandlungsrhythmus
PRP wirkt nicht über eine einzelne Sitzung, sondern über eine abgestimmte Serie. In der wissenschaftlichen Literatur hat sich ein gestaffelter Rhythmus etabliert: zunächst mehrere Sitzungen in kürzeren Abständen, um einen Grundreiz zu setzen, danach größere Abstände und schließlich eine Erhaltung mit einigen Auffrischungen pro Jahr. Dieser Aufbau berücksichtigt, dass der Haarzyklus Zeit braucht und der erreichte Zugewinn gepflegt werden möchte. Ihren konkreten Plan legen wir nach der Erstuntersuchung fest, angepasst an Ausgangslage und Verlauf.
Erst behandeln, dann entscheiden: PRP vor der Haartransplantation
Eine Haartransplantation verteilt Eigenhaar um: Follikel aus dem Haarkranz werden dorthin versetzt, wo nichts mehr wächst. Den Haarausfall selbst stoppt sie nicht. Wer zu früh transplantiert, erlebt deshalb oft dasselbe — der Ausfall schreitet in den nicht behandelten Bereichen fort, und für einen zweiten Eingriff fehlt später das Spenderhaar. Der Haarkranz ist eine begrenzte Ressource, jede Entnahme verbraucht davon.
Deshalb halten wir die Reihenfolge ein:
- Erst den Ausfall behandeln. PRP reaktiviert die vorhandenen Haarwurzeln, bei Bedarf medikamentös begleitet.
- Dann sehen, was das eigene Haar wieder leistet. Häufig verkleinern sich lichte Stellen von selbst, weil ruhende Follikel wieder Haare bilden.
- Eine Transplantation nur, wenn sie dann noch nötig ist. Sie braucht weniger Transplantate, schont den Haarkranz und sitzt in einem stabilen Umfeld aus kräftigem Eigenhaar.
In vielen Fällen wird der Eingriff dadurch kleiner. In manchen erübrigt er sich ganz. Beides ist ein gutes Ergebnis — welches davon eintritt, zeigt sich erst nach der Basistherapie.
PRP und Haartransplantation im Vergleich
Beide Verfahren werden oft gegeneinander ausgespielt, dabei verfolgen sie unterschiedliche Ziele und ergänzen sich häufig.
| Merkmal | PRP | Haartransplantation |
|---|---|---|
| Ansatz | vorhandene Haarwurzeln unterstützen | Haarwurzeln umverteilen |
| Geeignet bei | aktiven, noch vorhandenen Follikeln | bereits kahlen Bereichen |
| Eingriff | Injektion, ambulant | operativer Eingriff |
| Ergebnis | schrittweise über Monate | dauerhaft an verpflanzter Stelle |
In vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll. Welcher Weg zu Ihnen passt, klären wir individuell.
Nach der Behandlung
PRP gilt als alltagstauglich. Damit das Ergebnis bestmöglich unterstützt wird, geben wir Ihnen ein paar einfache Hinweise mit:
- Am Behandlungstag die Kopfhaut nicht stark reiben und auf intensive Hitze wie Sauna verzichten.
- Leichte Rötungen oder ein Spannungsgefühl können auftreten und klingen in der Regel rasch ab.
- Sport und direkte Sonne am ersten Tag besser meiden.
- Die nächsten Sitzungen nach dem vereinbarten Plan wahrnehmen, denn die Wirkung baut sich über die Serie auf.
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Häufige Fragen zu PRP für die Haare
Für wen ist PRP bei Haarausfall geeignet?
PRP kommt vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall im früheren Stadium und bei diffusem Haarausfall in Betracht, solange aktive Haarwurzeln vorhanden sind. Ob die Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir ehrlich im Beratungsgespräch.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Üblich ist eine Anfangsserie von mehreren Sitzungen im Abstand einiger Wochen, danach Auffrischungen. Ihren individuellen Plan erstellen wir nach der Erstuntersuchung.
Wann sehe ich erste Ergebnisse?
Haarzyklen brauchen Zeit. Erste Veränderungen zeigen sich typischerweise nach etwa drei Monaten, ein vollständigeres Bild nach sechs bis zwölf Monaten.
Kann PRP eine Haartransplantation ersetzen?
PRP und Haartransplantation verfolgen unterschiedliche Ziele. PRP zielt darauf ab, vorhandene Haarwurzeln zu unterstützen. Wo Haarwurzeln bereits verloren sind, kann nur eine Transplantation Haar an die betreffende Stelle bringen. Beide Verfahren lassen sich in einem Gesamtkonzept kombinieren.
Quellen
Wissenschaftliche Quellen zur Einordnung. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Persönliche Beratung am Kurfürstendamm
Ob PRP für Sie geeignet ist, klären wir in einem persönlichen Gespräch. Unverbindlich, ehrlich und ohne Umwege.