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Eigenbluttherapie

Der große Überblick über die Therapie mit körpereigenem Blut. Was sie ist, wie sie funktioniert und in welchen Bereichen sie eingesetzt wird. Neutral und allgemein erklärt.

Eigenbluttherapie klingt nach einem einzelnen Verfahren, ist aber ein Sammelbegriff. Gemeinsam ist allen Varianten der Grundgedanke, die Selbstheilungskräfte des Körpers mit seinem eigenen Blut zu unterstützen, statt körperfremde Stoffe einzusetzen.

Das Grundprinzip

Bei der Eigenbluttherapie wird Blut entnommen, in irgendeiner Form aufbereitet und anschließend wieder in den Körper eingebracht. Die moderne und am besten untersuchte Variante ist PRP, das plättchenreiche Plasma. Hier wird das Blut zentrifugiert, um den Anteil der Blutplättchen mit ihren Wachstumsfaktoren zu konzentrieren.

Was Blutplättchen besonders macht

Der eigentliche Wirkstoff der Eigenbluttherapie steckt in den Blutplättchen. Neben ihrer Rolle bei der Blutgerinnung lagern sie in kleinen Bläschen eine Sammlung von Wachstumsfaktoren. Werden die Plättchen aktiviert, geben sie diese Botenstoffe frei. In der Fachliteratur werden unter anderem genannt: der plättchenbezogene Wachstumsfaktor (PDGF), der Fibroblasten und die Kollagenbildung anregt; der transformierende Wachstumsfaktor (TGF), der an Zellwachstum und Gefäßneubildung beteiligt ist; der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF), der die Durchblutung fördert; sowie der epidermale Wachstumsfaktor (EGF) und der insulinähnliche Wachstumsfaktor (IGF). Dieses Zusammenspiel ist der Grund, warum ein und dasselbe Konzentrat in ganz unterschiedlichen Geweben untersucht wird.

Anwendungsgebiete im Überblick

Die Bandbreite der Einsatzgebiete ist groß. Dazu zählen unter anderem:

  • die Kopfhaut bei Haarausfall
  • die Gesichtshaut zur Unterstützung des Hautbildes
  • die Zahnmedizin im Rahmen von Heilungsprozessen
  • die Orthopädie bei Gelenk- und Sehnenbeschwerden

Eine ausführliche, interaktive Übersicht aller Bereiche finden Sie auf der Seite zu den Anwendungsgebieten.

Anwendungsgebiete im Überblick

Ablauf und Verträglichkeit

Weil mit körpereigenem Material gearbeitet wird, entfallen Unverträglichkeiten gegen Fremdstoffe. Der typische Ablauf umfasst Blutentnahme, Aufbereitung und gezielte Injektion. Wie bei jeder Injektion sind örtliche Begleitreaktionen möglich. Eine ärztliche Aufklärung über Eignung und Grenzen gehört dazu, mehr dazu auf der Seite zu Risiken und Grenzen.

Weiterlesen: PRP bei Haarausfall · PRP für Gesicht und Haut · Was ist PRP?

FAQ

Häufige Fragen zur Eigenbluttherapie

Was versteht man unter Eigenbluttherapie?

Eigenbluttherapie ist der Oberbegriff für Verfahren, die mit dem eigenen Blut der behandelten Person arbeiten. Das Blut wird entnommen, aufbereitet und an anderer Stelle wieder eingebracht. PRP ist die heute verbreitetste Form.

Ist Eigenbluttherapie dasselbe wie PRP?

PRP ist eine moderne, gut untersuchte Variante der Eigenbluttherapie. Der Begriff Eigenbluttherapie ist weiter gefasst und schließt auch ältere oder andere Ansätze ein.

Wo wird Eigenbluttherapie eingesetzt?

Die Anwendungsgebiete reichen von Haut und Haaren über die Zahnmedizin bis zur Orthopädie. Welche Bereiche eine Praxis tatsächlich behandelt, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Termin

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